Kapitel 18 Ich fuhr mir ein letztes Mal über die Haare und glättete meine Röcke, ehe ich auf die Lichtung hinaustrat, wo die Sinti ihr Lager hatten. Kaum jemand schien mich zu registrieren, und falls jemand Anstoß an meinem Äußeren nahm, so zeigte er es nicht. Meine Wangen waren trotzdem vor Scham gerötet und ich bemühte mich, meinen Kopf hoch zu tragen. Ich meinte, noch immer Ivos Mund auf meinem Mund zu spüren. Meine Lippen kribbelten und ich fuhr mir automatisch mit der Zunge darüber. Waren meine Lippen etwa geschwollen? Ich war zutiefst beunruhigt über die Vorkommnisse. Nicht so sehr über Ivos gewalttätigen Übergriff, als über meine eigenen Gefühle und Reaktionen. Ich hatte keinerlei Kontrolle mehr über diese Dinge. Es war wie ein Sog, der mich gewaltsam mitriss und es wurde von Mal z

