Kapitel 21 Großmutter Aneta seufzte leise und erhob sich schwerfällig aus ihrem Bett. Das Rheuma machte ihr in diesen Tagen sichtlich zu schaffen und sie klagte über Augenschmerzen. „Stimmt etwas nicht Großmutter?“, fragte ich besorgt. „Ach nein, Kind. In meinem Alter ist es ganz normal, dass man so seine Wehwehchen hat. Mir tun nur die alten Glieder ein wenig weh.“ „Soll ich dich einreiben?“, bot ich an. Großmutter Aneta ließ sich schwerfällig auf ihrem Sessel nieder. „Das wäre sehr lieb.“ Ich holte eine Tinktur aus einem der Regale, von der ich wusste, dass die Heilerin sie gegen rheumatische Beschwerden benutzte. Ich kniete mich vor die alte Frau und begann, die Gelenke mit der dunklen Flüssigkeit einzureiben. „Danke dir“, sagte die Alte, als ich fertig war. „Wenn du vielleicht

