— Das Licht ihres Siegels war nicht warm. Es war gleißend. Lebendig. Es pulsierte mit etwas Uraltem – älter als die Wölfe, älter als dieser Wald, älter als jede Macht, die ich je in meinem Blut gespürt hatte. Isla umfasste ihre Brust mit einer Hand, ihr Körper krümmte sich leicht, ein leiser Seufzer entfuhr ihren Lippen. Mein Herz setzte fast aus. „Isla!“, rief ich und wollte sie auffangen, als ihre Knie nachgaben. „Alles gut“, hauchte sie, doch ihre Stimme zitterte. Ihre Haut war klamm, ihr Puls raste wie der eines gefangenen Vogels. „Es … es tut einfach weh.“ Ich wiegte sie an mich, lehnte mich im Gras zurück und strich ihr die Haare aus dem Gesicht. „Was ist los? Das Siegel – warum jetzt?“ „Ich weiß es nicht“, flüsterte sie. „Es fühlte sich an, als … wäre etwas darin erwacht. Oder

