Freiheit-1d

716 Worte

Sie hebt den Arm, holt mit der Hand aus und wirft die Kette mitten in den Fluss, wo sie ins Wasser plumpst und verschwindet. Dann spürt sie ihren Hals, als ob die Abwesenheit des Mondsteins eine große Last von ihr genommen hätte. „Keine Lieblinge mehr“, wiederholt sie, „nur noch wir.“ *** „Wo warst du? Du bist doch schon vor Stunden zu den Betas gefahren, ich hätte nicht gedacht, dass du so lange bleibst“, sagt Maude, als ich die Küche betrete. Sie und Elise scheinen die Ruhe vor den Abendessensvorbereitungen zu genießen und sitzen gemütlich am Küchentisch. Elise hat ihr Rezeptbuch vor sich aufgeschlagen, beobachtet aber stattdessen, wie ich zwischen ihnen auf einem Stuhl zusammensacke. „Hat das Baby dich etwa vollgespuckt?“, fragt Maude. „Ich kann das nicht ertragen – Erbrochenes, Bab

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN