Die Welt war gleißend weiß, wie ein versteinerter Schrei – und dann kehrte alles mit einem Schlag zurück. Der Blutmond stand noch immer über uns, rot und gewaltig, doch der Wald fühlte sich nun hohl an, als wären wir in eine andere Realitätsebene eingetreten, wo alles widerhallte. Kael stand vor mir – nicht als Schutzschild, sondern als Anker. „Isla … atme“, sagte er mit tiefer, gefährlicher, aber fester Stimme. Ich versuchte es. Die Macht in mir kratzte an den Rändern meines Bewusstseins – flehte, zerrte, als wollte sie heraus, als wollte sie mehr. Die Geisterwölfe umkreisten uns nun – lautlos wie Rauch, doch ihre Augen waren lebendig, hell wie glühende Kohlen. Noch nicht feindselig … neugierig. Beobachtend. „Was tun sie?“, flüsterte ich. „Sie warten“, sagte Kael. „Und wir auch.“ E

