Die kalte Nacht drückte wie eine grausame Erinnerung an alles, was auf dem Spiel stand, auf meine Haut. Kaels Arme schlossen sich fest und gaben mir Halt, doch selbst das konnte den Schmerz in meiner Brust nicht lindern. Diesen Schmerz, der von der Ahnung herrührt, dass der bevorstehende Kampf uns vielleicht zerstören wird. Ich sah zu ihm auf, auf der Suche nach etwas – Hoffnung, vielleicht, oder einem Grund, an eine Zukunft nach dem Krieg zu glauben. „Kael“, flüsterte ich kaum hörbar. „Was, wenn wir verlieren? Was, wenn diese Dunkelheit alles verschlingt?“ Seine Finger streiften sanft, aber bestimmt meine Wange. „Dann brennen wir umso heller, Isla. Wir geben nicht kampflos auf.“ Seine Worte entfachten etwas Wildes in mir. Trotz. Feuer. Den rohen, ungezähmten Puls des Lebens, der sich

