Vom Abgrund berührt-1f

1430 Worte

Der Kuss endete viel zu schnell. Isla wich zurück, ihr Atem zitterte an meinen Lippen, ihre Augen suchten meine, als könnten sie uns in der Welt, die wir zu verlieren drohten, Halt geben. „Ich habe Angst“, flüsterte sie. Ich umfasste sanft ihr Gesicht. „Ich auch.“ Der Mond hing hoch am Himmel, silbern und kalt, und warf lange Schatten auf den steinigen Boden. Ihre Hand fand meine, ihre Finger zitterten, als sie sich in meine schlossen. Ich spürte ihren Herzschlag – schnell, unregelmäßig –, als versuchte er vor etwas zu fliehen, dem er nicht entkommen konnte. „Wir können gehen“, sagte ich. „Wir müssen nicht tiefer gehen. Wir haben genug Dunkelheit gesehen.“ Doch sie schüttelte langsam den Kopf, ihre Stimme sanft, aber bestimmt. „Diese Dunkelheit … sie ist jetzt in uns. Weglaufen wird d

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