Der blutrote Mond hing tief, schwer und glühend am Himmel und warf einen Schein, der wie flüssiges Feuer in meine Haut kroch. Mein Atem ging flach und unregelmäßig, während Hitze durch mich pulsierte – nicht von der kalten Nacht, sondern von etwas Dunklerem, Tieferem, Lebendigem. Kaels Anwesenheit war eine Wärme, die ich nicht leugnen konnte; die rauen Kanten seiner Hände waren noch immer dort zu spüren, wo wir uns vorhin berührt hatten. Zwischen uns lag eine rohe, elektrisierende Spannung – doch heute Abend war es mehr als nur Verlangen. Es war ein Hunger, den ich nicht benennen konnte. Ich presste meine Stirn gegen seine Brust und spürte seinen Herzschlag unter meiner Haut. „Kael“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. „Etwas passiert. Ich verändere mich … aber nicht so wie früher.“ Er

