Ich hielt sie fester. Die Welt um uns herum zerbrach – der Himmel zerrissen vom gesprungenen Mond, die Erde erbebte unter uralten Schritten –, doch alles, was ich spürte, war ihr Herzschlag an meiner Brust. Wild. Lebendig. Isla zitterte nicht mehr. Sie war jetzt Feuer – still, langsam brennend –, aber ich wusste, was sich darunter verbarg. Dieselbe Angst, die mich zerriss. „Ich bin es leid, gejagt zu werden“, flüsterte sie. Ich drückte meine Stirn an ihre. „Du bist keine Beute.“ Sie schloss die Augen. „Warum habe ich dann das Gefühl, ständig auf der Flucht zu sein?“ „Weil sie Angst vor dem haben, was du bist“, sagte ich. „Was du wirst.“ Ihr Atem stockte. „Und was bin ich, Kael?“ „Du“, sagte ich und strich ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr, „bist der Sturm, den sie nie kommen sahe

