Ich konnte nicht schlafen. Der Wind flüsterte durch die zersplitterten Bäume und trug den Duft von Asche, Blut und etwas Kälterem mit sich – Reue. Die Art von Reue, die an der Haut klebt und sich in der Brust festsetzt. Ich saß am Feuer und schärfte wie gewohnt die Klinge meines Messers. Heute Nacht gab es keinen Krieg mehr. Keine Feinde mehr in Sicht. Aber Frieden? Auch er war nicht gekommen. Immer wieder hörte ich Islas Stimme in meinem Kopf. *„Wir wurden dafür geschaffen.“* Aber was, wenn wir nicht dafür geschaffen waren, es zu überleben? Das Knistern der Flammen wärmte die Leere in mir nicht. „Ich kann deine Gedanken von hier aus spüren“, sagte Isla leise hinter mir. Ich drehte mich nicht um. „Es ist das Einzige, was mich davor bewahrt, zu zerbrechen.“ Sie kniete sich neben mic

