Kapitel 86 Ethans Sicht Maurice stand mit einem kleinen Sanitätstablett in den Händen vor mir. Zuerst sagte sie nichts. Sie konzentrierte sich auf die Wunde an meiner Seite, die Lippen zu einem schmalen Strich zusammengepresst, während sie vorsichtig das Blut abwischte. Ihre Bewegungen waren langsam und vorsichtig, als fürchtete sie, eine falsche Berührung könnte mich noch mehr verletzen. Ich beobachtete sie schweigend. Der Schmerz spielte kaum eine Rolle. Wichtig war, wie nah sie war. Wie ihre Finger meine Haut streiften. Wie ihr Duft den Raum erfüllte, ruhig und warm, und mich umhüllte, ob sie es nun beabsichtigte oder nicht. „Du hättest auf Reed warten sollen“, sagte sie schließlich. „Ich wollte niemanden beunruhigen“, erwiderte ich. Ihr Blick hob sich scharf zu mir. „Du wurdest

