Kapitel 119 Maurices Sicht Ich erwachte langsam, nicht vor Schmerzen oder Angst, sondern wegen der Wärme. Mein Rücken lehnte an einer festen Brust. Ein Arm lag um meine Taille, fest, aber vorsichtig, als hätte er Angst, mir selbst im Schlaf wehzutun. Ich lauschte seinem Atem. Tief. Gleichmäßig. Ethan. Ein paar Sekunden lang verharrte ich regungslos. Ich brauchte diesen stillen Moment. Einen Moment, in dem noch nichts Schlimmes passiert war. In dem die Welt nichts von mir verlangt hatte. Ich drehte den Kopf leicht und sah ihn an. Sein Gesicht war weicher, wenn er schlief – keine harten Alpha-Linien. Keine Anspannung im Kiefer, nur ein Mann, der zu viel gekämpft und zu wenig geruht hatte. Ich streckte die Hand aus und fuhr langsam und vorsichtig mit den Fingern über seinen Arm. Er b

