Die Jahre nach dem Erwachen des Ersten Samens brachten eine Ruhe, die fast zu vollkommen war. Die silbernen Bäume wuchsen höher als die Türme der Festung. Ihre Früchte fielen nicht mehr nur im Herbst, sondern das ganze Jahr hindurch, und jede trug ein Lied, das leiser wurde, je länger es sang. Das Rudel lernte, in dieser neuen Harmonie zu atmen. Die alten Krieger legten ihre Klingen beiseite und schnitzten stattdessen Flöten aus den Ästen. Die Kinder spielten nicht mehr mit Holzschwertern, sondern tanzten barfuß zwischen den Wurzeln. Jasmine und Kael fanden Momente der Stille, in denen sie sich liebten, ohne Eile, ohne Furcht, als wäre die Welt endlich weich genug geworden, um ihre Körper zu halten. Luna war jetzt fünfzehn. Ihre Gestalt hatte sich gestreckt, ihre Bewegungen waren fließend

