Avas Perspektive Die Tür öffnete sich ohne Klopfen. Ich blickte vom Bett auf und sah Mia hereinkommen. Ihre Schritte waren schnell. Ihr Gesicht war angespannt. Ihre Augen waren scharf. Helena stand vor mir. Sie hielt das Tablett mit dem Essen vorsichtig mit beiden Händen. Sie hatte es gerade auf den kleinen Tisch neben meinem Bett gestellt. Der Geruch von warmem Brot und Suppe erfüllte den Raum. Doch die Wärme blieb nicht lange. Mia blieb ein paar Schritte von uns entfernt stehen. Sie musterte Helena von Kopf bis Fuß. Ihre Lippen verzogen sich. „Warum bringt eine gewöhnliche Magd Essen für Madam Ava?“, fragte sie. Ihre Stimme klang unhöflich. Kalt. Fast wütend. Der Raum fühlte sich plötzlich kleiner an. Helena senkte sofort den Kopf. Sie sprach nicht. Sie stand einfach still und

