Avas Perspektive Ich fühlte mich bereits ein wenig besser, als Mai kam, um mich aus dem Palastkrankenhaus abzuholen. Der Geruch von Medizin hing noch immer in meiner Kleidung. Mein Körper war schwach, aber wenigstens konnte ich aus eigener Kraft gehen. Der Heiler hatte gesagt, ich bräuchte mehr Ruhe, aber ich weigerte mich, noch einen Tag länger an diesem Ort zu bleiben. Ich hasste die Art, wie die Krankenschwestern mich ansahen. Einige von ihnen waren freundlich, aber andere beobachteten mich mit seltsamen Blicken, als warteten sie darauf, dass etwas geschah. Als Mai mir half, in die Kutsche zu steigen, blieb ich still. Ich dankte ihr nicht. Ich lächelte nicht. Ich vertraute ihr nicht. Ich vertraute niemandem im Palast mehr. Die Fahrt zurück zum Palast verlief schweigend. Die Räder ro

