Kapitel Fünfzehn

1332 Worte

Marcos Perspektive Der Palast ist heute ungewöhnlich still. Nicht die ruhige, tröstliche Stille der frühen Morgenstunden oder der späten Nächte, sondern eine schwere, bedrückende Stille – angespannt, unruhig, erfüllt von geflüsterten Ängsten und unausgesprochenen Gedanken. Jeder Korridor, den ich durchquere, scheint den Atem anzuhalten. Diener bewegen sich vorsichtig, Wachen sprechen gedämpft, und selbst die Mauern scheinen zuzuhören. Alle denken an dasselbe. An das, was der Seher gesagt hat. Ava … die Tochter der großen Hexe. Diese Worte lassen mich nicht los. Sie hallen unaufhörlich in meinem Kopf wider, egal wie sehr ich versuche, sie zu verdrängen. Allein die Vorstellung ist absurd – beinahe lächerlich –, doch je länger ich darüber nachdenke, desto beunruhigender wird sie. Die

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN