Ich wünschte, ich wäre jemand anderes. Nicht immer, aber oft genug, dass es wehtut. Ich wünschte, ich wäre jemand, der morgens aufsteht und nicht schon beim Zähneputzen darüber nachdenkt, wie viel von sich er heute verstecken muss. Jemand, der weiß, was er will. Jemand, der keine Panik bekommt, wenn ihn jemand fragt: “Und? Hast du eine Freundin?” Jemand, der einfach “nein” sagt, ohne innerlich zu schreien. Ich wünschte, ich wäre jemand, der weniger denkt, weniger fühlt und weniger zögert. Ich wünschte, ich wäre jemand, der in Umkleiden Witze macht, statt sich die Fingernägel in die Handflächen zu graben. Ein Sohn, der stolz von seinem Date erzählt, statt Ausreden zu erfinden. Ein Freund, der ehrlich sein kann, ohne ständig zu überlegen, wie viel Ehrlichkeit das Gegenüber überhaupt aushä

