Kapitel 3

1441 Worte
Ich fühlte das Kribbeln in meinem Bauch, als ich zusammen mit Kimberly die Stufen zur U-Bahn-Station hinunterging. Die pulsierende Energie der Stadt war förmlich spürbar. Die Geräusche von vorbeifahrenden Autos, das Dröhnen der Bauarbeiten und das entfernte Summen der Menschenmengen vereinten sich zu einer einzigartigen Symphonie, die nur diese Stadt bieten konnte. Als wir schließlich an unserer Haltestelle ankamen, mischten wir uns unter die Menge und stiegen die Treppen zur Straße hinauf. Die Morgensonne warf ein goldenes Licht auf die Wolkenkratzer und verlieh ihnen einen fast magischen Glanz. Die Straßen waren belebt mit Menschen, die ihrem geschäftigen Treiben nachgingen, und wir reihten uns ein, voller Vorfreude auf die Shoppingtour. Unser erster Halt war eine kleine Boutique, die für ihre einzigartigen und stilvollen Kleidungsstücke bekannt war. Kimberly und ich stöberten durch die Kleiderständer, hielten hier und da ein Kleidungsstück an, um es zu begutachten. Die Verkäuferin, eine freundliche Frau mittleren Alters, begrüßte uns mit einem Lächeln und bot ihre Hilfe an. Nach einigem Überlegen entschied ich mich für ein elegantes, schwarzes Kleid, das knapp über den Knien endete und mit subtilen Pailletten verziert war. Kimberly wählte ein leuchtend rotes Kleid, das ihre Figur perfekt zur Geltung brachte. "Das wird fantastisch aussehen!" sagte ich begeistert, als Kimberly aus der Umkleidekabine trat und sich vor dem Spiegel drehte. "Meinst du wirklich? Ich hoffe, ich sehe nicht zu auffällig aus," antwortete sie, obwohl ein Lächeln über ihr Gesicht huschte. Wir zahlten für unsere Kleider und verließen die Boutique mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Doch unser Tag war noch lange nicht zu Ende. Als Nächstes machten wir uns auf den Weg zu einem Schuhgeschäft, das wir online entdeckt hatten. Dort angekommen, probierten wir unzählige Paare an, bis wir schließlich das perfekte Paar für den Abend fanden. Ich entschied mich für schwarze Stilettos, während Kimberly auf silberne Pumps setzte. Mit unseren neuen Errungenschaften in der Hand machten wir uns auf den Weg zu einem Café, um eine Pause einzulegen. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster, bestellten Cappuccinos und ein paar Croissants und plauderten über alles Mögliche. Die Vorfreude auf den Abend lag in der Luft, und ich konnte es kaum erwarten, mich in Schale zu werfen und in die Welt der Reichen und Schönen einzutauchen. "Wird es nicht aufregend sein, all die prominenten Leute zu sehen?" fragte Kimberly und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. "Falls gerade welche da sind. Ich bin mehr daran interessiert zu sehen, wie das Hotel sonst noch von innen aussieht. Viel gesehen hatte ich beim Vorstellungsgespräch nicht," meinte ich. "Aber ich bin ein bisschen nervös. Hoffentlich treffen wir nicht irgendwelche komischen Leute.“ "Mach dir keine Sorgen, Olivia. Wir sehen fantastisch aus, und außerdem, wer könnte diesen Gesichtern widerstehen?" Sie grinste und ich musste lachen. Kimberly war einfach unverbesserlich. Mit neuer Energie machten wir uns wieder auf den Weg. Es gab noch eine Menge zu erledigen, bevor wir bereit waren für den großen Abend. Unser nächster Halt war ein Kosmetikgeschäft, wo wir uns mit Make-up und Accessoires eindeckten. Wir probierten verschiedene Lippenstifte und Lidschatten aus, berieten uns gegenseitig und genossen die Vorbereitungen in vollen Zügen. Der Tag verging wie im Flug, und als wir schließlich alles Nötige besorgt hatten, machten wir uns auf den Rückweg zu unserer Wohnung. Zurück in Brooklyn ließen wir uns erschöpft, aber glücklich auf das Sofa fallen. Unsere Beine schmerzten von der vielen Lauferei, aber die Vorfreude auf den Abend ließ uns die Müdigkeit schnell vergessen. Wir beschlossen, ein paar Stunden zu ruhen, bevor wir mit dem Styling für die Nacht begannen. Nach der intensiven Shoppingtour hatte ich mich endlich unter die heiße Dusche gestellt und genoss, wie das Wasser meinen Körper hinunterlief und die Anspannung des Tages wegspülte. Es war ein kleines Ritual für mich, nach einem langen Tag den Stress einfach abzuwaschen. Als ich aus der Dusche trat, betrachtete ich mich im Spiegel. Meine langen, tiefschwarzen Haare hingen schwer und nass an mir herab, und ich bemerkte wieder einmal, dass sie dringend einen Haarschnitt brauchten. Meine eisblauen Augen wirkten ein wenig müde, die Erschöpfung der letzten Tage war nicht zu übersehen. Frisch war anders, dachte ich mir und stieß einen tiefen Seufzer aus. Im Nebenzimmer hörte ich schon Kimberly, die fröhlich zu einer peppigen Musik tanzte. Sie war voller Energie und schlüpfte in ihr neues Kleid, das ihren großen Busen perfekt zur Geltung brachte. Kimberly hatte eine unglaubliche Ausstrahlung und wusste, wie sie sich in Szene setzen konnte. Ihre roten Haare waren kunstvoll drapiert, als wäre sie gerade einem Modemagazin entsprungen. Ich schüttelte den Kopf und musste lächeln. So war Kimberly eben. Sie hatte eine ansteckende Lebensfreude und zog die Menschen um sich herum mit ihrer offenen und herzlichen Art in ihren Bann. Ich hingegen war eher der ruhige Typ. Ich bevorzugte es, im Hintergrund zu bleiben und die Dinge aus der Distanz zu beobachten. Dennoch freute ich mich auf den Abend. Es war schon lange her, dass wir beide gemeinsam ausgegangen waren, und es war an der Zeit, mal wieder das Nachtleben zu genießen. Nachdem ich meine Haare geföhnt hatte, flocht ich sie zu einem französischen Zopf, der mir immer das Gefühl von Eleganz und Ordnung gab. Ich zog mein knielanges schwarzes Kleid an, das ich mir bei unserer Shoppingtour gekauft hatte. Es umschmeichelte meine Figur und verlieh mir ein wenig von der Selbstsicherheit, die ich oft bei Kimberly bewunderte. "Gott, bist du heiß, Olivia!", lachte Kimberly, als sie ins Badezimmer stürmte und mir ein Glas Sekt reichte. "Bestimmt reißen wir heute Abend ein paar Typen auf." Ich lachte und prostete ihr zu. "Mal sehen, was der Abend bringt. Aber ich will vor allem Spaß haben und tanzen." Kimberly nickte begeistert. "Das ist die richtige Einstellung! Wir machen uns heute einen richtig schönen Abend." Wir tranken unser Glas Sekt aus und machten uns auf den Weg. Die Nacht war mild, und die Straßen waren voller Menschen, die sich ebenfalls auf einen aufregenden Abend freuten. Die Stadt hatte etwas Magisches an sich, wenn die Lichter der Clubs und Bars den Himmel erleuchteten und die Musik aus allen Ecken drang. Als wir aus der U-Bahn-Station in Manhattan heraustraten, hakte ich mich bei Kimberly unter. Die Stadt um uns herum pulsierte vor Energie. Die Autos hupten, Menschen eilten über die Gehwege, und die hoch aufragenden Gebäude warfen lange Schatten über die Straßen. Als wir das Venturi Oriental Hotel erreichten, war ich beeindruckt von der prächtigen Fassade. Es war ein beeindruckendes Gebäude mit einer Mischung aus moderner Architektur und klassischem Stil. Wir traten in die Lobby ein, und sofort umfing uns eine Atmosphäre von Eleganz und Luxus. Die Wände waren mit aufwendigen Verzierungen und Kunstwerken geschmückt, die Decken hingen voll glitzernder Kronleuchter. Kimberly pfiff durch die Zähne. „Ich weiß schon, warum du hier arbeiten möchtest. Himmel, mehr Luxus geht nicht. Komm, ich habe im Covent Flower Garden Restaurant für uns reserviert. Wir fragen mal an der Rezeption nach, wo das ist, sonst verlaufen wir uns noch.“ Wir gingen zur Rezeption, wo eine elegante Dame uns mit einem freundlichen Lächeln empfing. „Willkommen im Venturi Oriental Hotel. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ Kimberly übernahm das Wort. „Wir haben eine Reservierung im Covent Flower Garden Restaurant. Könnten Sie uns bitte den Weg zeigen?“ „Natürlich“, antwortete die Dame. „Das Restaurant befindet sich im ersten Stock, gleich neben dem Aufzug. Folgen Sie einfach der Beschilderung. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.“ Wir bedankten uns und machten uns auf den Weg. Während wir durch die Gänge schlenderten, konnte ich nicht anders, als die opulente Dekoration zu bewundern. Alles schien sorgfältig geplant und makellos ausgeführt zu sein. „Weißt du, Olivia“, begann Kimberly, während wir uns dem Restaurant näherten, „ich habe das Gefühl, dass dies der perfekte Ort für dich ist. Du hast immer eine Leidenschaft für Gastfreundschaft und erstklassigen Service gehabt.“ Ich lächelte und nickte. „Ja, das stimmt. Ich hoffe wirklich, dass ich diesen Job bekomme. Es wäre eine unglaubliche Chance.“ Wir betraten das Covent Flower Garden Restaurant, das seinen Namen alle Ehre machte. Überall waren frische Blumenarrangements zu sehen, die einen angenehmen Duft verströmten. Die Tische waren elegant gedeckt, und der Blick auf die Stadt war atemberaubend. Ein Kellner führte uns zu unserem Tisch, und wir setzten uns. „Also, Olivia“, sagte Kimberly, während sie die Speisekarte studierte, „was wollen wir essen?“ Ich seufzte leicht. „Einen Salat und etwas mit Fisch. Mir ist heute nach was Leichtem. Ich bin immer noch so nervös wegen des Vorstellungsgesprächs. Ich hoffe sehr, sie melden sich bald.“ „Sie wären verrückt, wenn sie dich nicht nehmen würden“, versicherte mir Kimberly.
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