***Alexander The Master*** Ich spürte den Motor unter mir. Mein nigelnagelneuer, tiefschwarzer Ferrari vibrierte wie ein gefesselter Panther, der nur darauf wartete, loszuspringen. Ein Tier, das ich mit einer simplen Bewegung meiner Hand an der Leine hielt. Gott, war das ein Gefühl. Das Beste kam eben immer zum Besten. Und ich war das Beste. Neben mir saß Christian, mein ständiger Schatten, mein bester Freund und manchmal mein größter Kritiker. Heute hatte er mich überredet, mit ihm in eine Cocktailbar zu gehen. „Na gut,“ hatte ich gesagt, während ich den Wagen in den sechsten Gang schaltete, „auch Leute wie ich müssen sich ab und an unter das Fußvolk mischen.“ Ich wusste, wie das klang. Arrogant. Unangreifbar. Aber verdammt, ich meinte jedes Wort so. Christian schnaufte nur und zog die

