Das Gespräch begann ohne emotionalen Rahmen. Julian stand am großen Fenster der Executive-Beobachtungslounge, die Hände in den Taschen seines maßgeschneiderten Sakkos. Die Stadt unter ihnen befand sich in strukturierter Bewegung: Verkehrsströme, blinkende Lichter und der ferne mechanische Rhythmus menschlicher Aktivität. Jay stand ein paar Schritte hinter ihm. Er war geduldig und schweigsam, aber präsent. Nach einigen Sekunden sprach Julian: „Glaubst du, sie könnte die Schwangerschaft als Waffe einsetzen?“ Die Frage wurde im gleichen Tonfall gestellt, den er bei der Bewertung von Marktvolatilität oder Sicherheits-Wahrscheinlichkeitsmodellen verwendete. Keine Beschuldigung, keine Angst. Nur Analyse. Jay antwortete nicht sofort. Er ließ der Stille immer einen Moment Raum, bevor er sprac

