Kapitel 17: Die verborgene Schwester

1042 Worte

Aber da. Die Nadeln prallten ab. Doch jede Abwehr kostete Kraft. Liesel spürte, wie ihr Blut kochte. Viktor keuchte. Selene zitterte am ganzen Körper. „Ich kann nicht... ewig halten“, flüsterte sie. Das Auge lachte. Kalt. Unendlich. „DANN WÄHL.“ Selene schrie. Ein hoher, verzweifelter Schrei. Und dann... etwas Unerwartetes. Aus dem Inneren der Festung kam ein Geräusch. Ein tiefes, urtümliches Heulen. Nicht von einem Wolf. Sondern von etwas Älterem. Der Mondeschenbaum erzitterte. Seine Rinde platzte auf. Aus den Rissen floss nicht nur Dunkelheit. Sondern etwas Neues. Etwas, das wie flüssiges Sternenlicht aussah. Es stieg auf. Formte sich. Nahm Gestalt an. Eine Frau. Groß. Mit Haaren aus purem Mondlicht. Augen aus Mitternacht. Und einem Umhang aus Sonnenstrahlen

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