Kapitel 39: Die Stille vor dem Splittern

1010 Worte

„Ich erinnere mich an die Stille. An die Leere. An die Nächte, in denen ich dachte, ich bin nichts. Ich erinnere mich an den Moment, in dem ich wählte. Zu bluten. Zu lieben. Zu bleiben. Und ich wähle es wieder. Jeden Tag. Jeden Atemzug.“ Die Augen weinten jetzt nicht Staub. Sondern Licht. Schwaches, silbernes Licht. Einer nach dem anderen berührte Liesel. Nicht aggressiv. Sondern fragend. Und sie sprach. Zu jedem. „Ich sehe euch. Ich sehe euren Schmerz. Ich sehe eure Leere. Aber ich sehe auch, dass ihr wählen könnt. Noch.“ Die Splitterknochen erstarrten. Dann, langsam, zerfielen sie. Nicht in Staub. In Licht. In kleine, silberne Funken. Die Funken stiegen auf. Tanzten im Wind. Dann fielen sie herab. Wie Schnee. Aber warm. Als der Letzte zerfallen war, war der Hof still. Nur das Fe

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