KAPITEL NEUNUNDDREISSIG Irinas Sicht Ich lag nackt und zitternd auf dem Bett. Mein ganzer Körper schmerzte, meine Kehle war vom Schreien wund, meine Handgelenke waren voller blauer Flecken, weil Alexei sie so festgehalten hatte. Das Zimmer war jetzt dunkel. Alexei war schon vor Stunden gegangen. Er war einfach aufgestanden, hatte sich angezogen und war wortlos hinausgegangen. Als wäre nichts geschehen, als hätte er mich nicht gerade zerstört. Meine Augen waren vom Weinen geschwollen. Ich hatte so viel geweint, dass ich dachte, ich hätte keine Tränen mehr. Aber immer wieder flossen neue. Mit zitternden Händen zog ich die Decke über mich, versuchte, meine Nacktheit zu bedecken, mich weniger ausgeliefert zu fühlen. Aber es half nichts. Ich fühlte mich schmutzig, ich fühlte mich zerb

