4. Zwei können dieses Spiel spielen

1312 Worte
Als ich erwache, ist es, als würde ein brennendes Gefühl in meiner Brust mich mit aller Wucht ins Hier und Jetzt katapultieren, sodass ich fast auf den Boden falle. Hastig greife ich nach den Bettlaken und rufe verzweifelt nach Vincent, doch die Stille antwortet mir; er ist nicht hier. Der Schmerz pulsiert, ein durchdringendes Feuer in meiner Brust, und ich kämpfe gegen den Drang an, die Schreie loszulassen, die sich verzweifelt in mir stauen. Mühsam richte ich mich auf und scanne den Raum um mich herum, während weiße Lichtblitze vor meinen Augen aufblitzen, doch ich zwinge mich, durchzuhalten, koste es, was es wolle. Ich entdecke mein Kleid, das achtlos auf dem Boden liegt, und ziehe es hastig an, um meine Würde zu bewahren. Als ich auf die Uhr blicke, zeigt sie etwa fünf Uhr morgens an. Wo zur Hölle könnte er nur sein? Mit jedem Schritt, den ich den Flur entlang gehe, wird der Schmerz intensiver, und ich muss tief durchatmen, um nicht zusammenzubrechen, während ich mich an den Wänden festhalte, um meine wackeligen Beine zu stabilisieren. Taumelnd gehe ich weiter, auf der Suche nach einem Zeichen von Leben, aber der Flur ist vollkommen verlassen. Plötzlich höre ich Geräusche aus einem Raum auf meiner rechten Seite, und mit einem letzten Aufbäumen der Entschlossenheit humpel ich zur Tür und drehe die Klinke um. Was ich dort erblicke, schlägt mir die Sprache weg: Vincent, der mit wildem Eifer seine Lust an einer Rothaarigen auf seinem Schreibtisch auslebt. Vermutlich ist das sein Büro. Ihr Stöhnen ist ein süßes Vergnügen, das ich selbst erst vor wenigen Stunden erfahren habe, und während ich das Bild vor mir verarbeite, sehe ich, wie er sie zur Seite drängt, seine starken Hände umklammern eines ihrer Beine, während er unermüdlich weiterstößt. Sein muskulöser Körper arbeitet in perfektem Einklang, seine Rückenmuskeln spannen sich bei jedem kraftvollen Vorstoß, und mein Gesicht zeigt nur pure Schockstarre. Das Mädchen blickt auf, keucht, als sie mich entdeckt, und Vincent dreht sich schließlich zu mir um. Überraschung? Keine Spur; im Gegenteil, sein arrogantes Grinsen spricht Bände, während er seine Bewegungen ungehindert fortsetzt. Er hat genau das gewollt. Er wollte, dass ich diesen Schmerz spüre, dass ich ihm zuschaue. Emotionen drängen sich in mir auf, doch ich kann sie nicht verarbeiten; verzweifelt greife ich mir mit einer Hand an die Brust, während der Schmerz intensiver wird. Ohne einen weiteren Gedanken drehe ich mich um und schließe die Tür hinter mir. Wut flammt in mir auf, und das ist die einzige Emotion, die ich in diesem Moment zulassen kann. Seit meinem fünfzehnten Lebensjahr habe ich nicht mehr geweint, und ich habe nicht die geringste Absicht, jetzt damit zu beginnen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit den Schmerzen des Betrugs konfrontiert werde, aber es ist das erste Mal, dass ich sie so gnadenlos selbst erleben muss. Mit einem humpelnden Gang kehre ich zurück in Vincents Zimmer und schnapp mir hastig meine Schuhe. Wenn er sein Leben so führen will, dann soll es ihm recht sein. Ich kämpfe gegen das brennende Gefühl in meiner Brust an und zwinge mich, wieder auf die Beine zu kommen. Vor dem Spiegel richte ich mein Haar, kämme es über meine Paarungsmarke, während ich mein Spiegelbild anstarre und versuche, meine Gesichtszüge unter Kontrolle zu halten, während der Schmerz weiterhin auf meinen Körper einprügelt. Ich verlasse das Zimmer auf der Suche nach anderen Männern. Während wir zurückgekehrt sind, sind wir niemandem begegnet, also hat er offensichtlich nicht von seiner gefundenen Luna erzählt... Seine Luna, die er im Moment ihrer Markierung einfach nur ausnutzen wollte. Lass die verdammten Spiele beginnen, Vincent. Ich gehe die Treppe hinunter in den Gemeinschaftsbereich. Irgendjemand musste doch wach sein. Der Schmerz ist immer noch da, aber ich habe schon Schlimmeres erlebt; es ist nur eine Frage des Geistes. Als ich um die Ecke biege, sehe ich einen Mann, der mit dem Fernsehen beschäftigt ist. Ich taxiere ihn eingehend; er ist ebenso muskulös wie Vincent, wenn auch vielleicht etwas kleiner. Seine mochafarbene Haut glänzt, als wäre er frisch von einer Grenzpatrouille gekommen, und er trägt nur Basketballshorts. Er sieht nicht wie ein gewöhnlicher Krieger aus, da wird mir schnell klar, dass er definitiv Vincents Beta sein muss. Das wird so viel besser sein als mit einem Fremden. „Hey, du“, sage ich mit einer Stimme, die mit verführerischer Anziehungskraft geladen ist, während ich selbstbewusst auf ihn zusteuere. Er dreht sich um und seine durchdringenden, hellgrauen Augen zeigen sowohl Verwirrung als auch Lust. „Verirrtes Kätzchen?“ „Alpha hat ein neues Spielzeug gefunden, aber ich bin noch nicht ganz fertig...“ Ich streiche meine Brüste spielerisch gegen seinen Arm, während meine Hand sanft über seinen Bauch gleitet. Als ich nach unten blicke, sehe ich die Beule in seiner Hose wachsen und ergreife es als mein Zeichen. Ich streiche mit meiner Hand von seinem Bauch zu seinem Schritt, und sein Atem stockt. „Also, willst du mir helfen oder nicht?“ Er packt mein Haar fest, zieht mich zu sich und stürzt sich auf meine Lippen, während seine Hände grob nach meinem Hintern greifen. Dumme Wölfe lassen sich so leicht um den Finger wickeln. Er drückt mich gegen sein Glied, und ich keuche von der Intensität der Verbindung. Mein Wolf schreit mir zu, dass es falsch ist, aber ich zwinge sie zum Schweigen; wenn er seinen Wolf ignorieren kann, dann kann ich das auch. Mit einem verführerischen Spiel reize ich meine Zunge an seiner, bevor ich in seine Lippen beiße, was ihm einen stöhnenden Laut entlockt. „Bring mich in dein Zimmer“, röchle ich, und er muss es nicht zweimal hören. Er hebt mich mühelos hoch, als wäre ich ein Federchen, und eilt mit mir den Flur entlang. Die Tür zu seinem Zimmer wird aufgestoßen, und er wirft mich auf das Bett, seine Augen glühen vor reiner Lust. Die Tür schließt sich hinter uns, und als er auf mich zutritt, wird mein Atem schwerer, nicht zuletzt wegen des Schmerzes, den mein Gefährte mir immer noch zufügt. Ich sitze auf meinen Ellenbogen und warte gespannt auf seinen nächsten Zug, als er den Vorderteil meines Kleides packt und es mit einem Ruck aufreißt, bevor er auch seine Hose im Eifer des Gefechts zerfetzt. Verdammte Hölle, das ist heiß - ich muss nicht mehr vortäuschen, dass ich nicht erregt bin. Er zieht meine Beine an den Bettrand und dringt hart und schnell in meinen Schoß ein. Ein animalischer Schrei entweicht meinen Lippen, als er mich durchbohrt. Der Schmerz in meiner Brust lässt nach, was mir einen zusätzlichen Energieschub verleiht. Mit einem kräftigen Stoß schiebe ich ihn von mir und, als er sich erneut nähert, packe ich ihn und werfe ihn mit einem Schwung auf den Rücken, um mich in einem einzigen Zug auf ihn herabzulassen. „Ja, verdammt!!“, schreit er, während er mich ergreift und hart von unten in meine Muschi stößt. Ich bin so nah an einem Orgasmus, der schnell kommen muss, dass ich beginne, meinen Kitzler zu reiben, während ich mich an ihn schmiege. Die Lust in seinen Augen steigert mein Verlangen weiter, und ich lasse meinen Kopf in Ekstase nach hinten fallen. Ich komme schnell, sein Schwanz pulsiert in mir und sucht verzweifelt nach seiner Erlösung. Er fickt weiter in mich hinein, und ich beginne mich zu langweilen; ich habe alles erreicht, was ich wollte, und jetzt will ich nur noch von ihm herunter. Plötzlich wird die Tür mit einem lauten Krachen aufgerissen, und mein Gefährte steht dort, sein Gesicht von aller Wut der Welt gezeichnet, während er sich die brennende Brust hält. Sein nackter Körper könnte ein absoluter Hingucker sein, wenn nicht die Spuren einer anderen Schlampe noch an ihm glänzen würden. Ich blicke in seine Augen und vergleiche unsere Reaktionen auf den Schmerz des Betrugs; wir beide sind schockiert und wütend, doch der Hauptunterschied zwischen uns ist, dass er Tränen in den Augen hat.
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