Kapitel 6

987 Worte
Zeke Aus meiner Nase floss Blut in mein Gesicht, und meine angeknackste Rippe schmerzte so sehr, dass mir das Atmen schwerfiel. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, als ich die Küche betrat, aber die dunkelhaarige Göttin, die vor mir stand, war es nicht. Ihr tiefschwarzes Haar war zu einem unordentlichen Dutt hochgesteckt, ihre Jeans schmiegte sich perfekt an ihre Hüften, und ich konnte sehen, dass ihre Brüste unter der Schürze, die sie trug, schön ausgefüllt waren. Als sie mich mit diesen wunderschönen grünen Augen ansah, wusste ich, dass ich erledigt war. Erst als sie den Kopf schüttelte und aus der Tür stürmte, kam mir der Gedanke, dass sie mich vielleicht nicht wollte. Ihr Verhalten veranlasste meinen Wolf in meinem Kopf zu wimmern. „Gefährte will uns nicht“, flüsterte er traurig. „Aber wer würde mich nicht wollen? Ich bin der Alpha eines großen Rudels.“ Er schlich sich in den hinteren Teil meines Kopfes und legte sich hin. „Junge, vielleicht solltest du Addy etwas Zeit geben. Sie ist gerade erst zurückgekommen und ihr habt dem Mädchen eine Menge zugemutet.“ Ich starrte ihn an. „Sie ist meine verdammte Gefährte. Die Mondgöttin hat sie extra für mich gemacht und ich werde nicht darauf warten, sie zu beanspruchen.“ Ich schoss die Worte heraus. Ich wartete nicht auf seine Antwort. Ich folgte einfach dem kleinen Spitfire durch die verdammte Tür. „Was zum verdammten Scheiß, Adeline!“, rief ich ihr hinterher. Sie wirbelte zu mir herum, mit nichts als Hass in ihren verdammten smaragdgrünen Augen. „Ich, Adeline Elizabeth McCloud, weise dich, Ezekiel Levi Taylor, als meinen verdammten Mate und Alpha zurück!“ Ihre Worte durchbohrten meine verdammte Seele. Ich schrie einen ohrenbetäubenden Schrei heraus, der die verdammten Bäume um uns herum zum Beben brachte. „Du verdammte Schlampe!“, spuckte ich die Worte aus, während Zeus in meinem verdammten Kopf winselte. „Akzeptiere es!“, schrie sie. Ich starrte sie an, während sich Schmerz in meinem verdammten Herzen breitmachte, doch wurde dieser bald von Wut verdrängt. Wenn sie dieses Spiel spielen wollte, dann würde ich sicherstellen, dass sie auch leidet. „Nein!“, brüllte ich. Ich beobachtete, wie sie unsicher aufstand und langsam auf mich zukam. Sie starrte mich von oben herab an, als wäre ich nichts weiter als der verdammte Dreck auf ihren Schuhen. Mit einem lauten Grunzen trat sie plötzlich mit voller Wucht gegen mein verdammtes Gesicht. Mein Kopf explodierte. Meine Nase brach mit einem hörbaren Knacken und ich sah Sterne, während Blut aus meiner Nase spritzte. „Verpiss dich, Addy!“ schrie ich. Sie schien mich nicht zu hören oder wenn doch, war es ihr einfach scheißegal. Sie kletterte auf mich und begann, mein Gesicht und meinen Körper zu verprügeln. Überall, wo sie mich traf, sprühten Funken auf meiner Haut und zerbrachen mein Herz noch mehr. „Verdammte Scheiße, nimm es hin, du Stück Dreck!“ Ihre Worte schnitten wie ein Messer, aber meine Wut brannte weiter. „Nein! Du bist eine verfickte Psycho-b***h!“ Ich hob meine Hände, um mein Gesicht zu schützen, aber mein sinnloser Versuch, mich selbst zu verteidigen, war sinnlos. Sie schwang ihre Faust wie ein Vorschlaghammer direkt in meine Rippen und sie brachen unter dem Schlag, was mich vor Schmerzen aufbrüllen ließ. „Fick dich, Zeke! Du verdammter Müll! Ich hasse dich abgrundtief! Nimm es hin! Nimm es hin, oder ich bringe dich um, verdammte Scheiße!“ Ich konnte ihren Hass und ihre Wut spüren, die mit jedem Schlag, den sie auf mich landete, aus ihr herausströmten. Plötzlich hörte ihr Angriff auf. Aber ich konnte immer noch ihre bitteren Knurren hören, wie sie sich durch die Nacht schnitten. Mein Wolf wollte sie trösten, aber ich saß nur erstarrt da, beeindruckt von der Stärke, die aus ihrem kleinen Körper kam. Ich sah mich um und sah Adam, Alec, Tawney und Emily. „Sohn, du solltest die Ablehnung einfach akzeptieren. Ich glaube nicht, dass meine kleine Addy hier aufhören wird, dich zu töten.“ Lee starrte mich mit einem ernsten Blick an, während er versuchte, seine Tochter unter Kontrolle zu halten. Der Schmerz durchzuckte mich. „Bitte nicht, Zeke... Ich will meine Gefährte“, wimmerte Zeus. „Es tut mir leid. Vielleicht bekommen wir eine zweite Chance.“ Damit gab ich ihr, wonach sie so verzweifelt gekämpft hatte. „Ich, Ezekiel Levi Taylor, akzeptiere deine Ablehnung als meine Gefährte und Luna.“ Ich spürte, wie die Bindung brach. Es fühlte sich an, als ob mir das Herz ohne Betäubung oder Narkose operiert wurde. Ich brüllte vor Schmerzen auf, während ich versuchte, mein eigenes Herz herauszureißen, um den Schmerz zu stoppen, der mich durchbohrte. Ich spürte, wie zwei starke Arme meine eigenen ergriffen und sie fest auf den Boden drückten, während sie versuchten, mich zurückzuhalten. Ich sah zu Alec und Adam auf, die über mir knieten und mich mit dem Gewicht ihrer Körper festhielten. Alec hatte einen mitleidigen Blick, aber nicht Adam. „Verpiss dich!“ Ich schnappte nach Adam und Alec. Sie wichen zurück und hoben die Hände in die Luft, um ihre Kapitulation zu zeigen. Ich stand auf und machte mich hart. Addy schaute hoch und ich sah die silbernen Augen ihres Wolfes hervorblitzen. Die Qual auf ihrem schönen Gesicht sagte mir, dass ihr Wolf nicht mit ihrer Entscheidung einverstanden war. „Ich verstehe deinen Scheißgrund für deine Ablehnung, aber nach dieser Sache mit deinem Großvater wirst du hier nicht mehr willkommen sein. Verstehst du?“ Meine Worte waren tot und hohl. Ich wollte einfach keine ständige Erinnerung daran sehen, was ich verloren hatte. Sie nickte mit dem Kopf, während ich das Einrasten meiner Rippe spürte, die wieder an ihren Platz gebracht wurde. Ich knackte meinen Nacken und stürmte zurück zum Schloss. Ein Drink und eine kleine zottelige Omega mit kastanienbraunem Haar würden mir helfen, einen Teil dieser Wut aus meiner Seele zu lösen, die von einer dunkelhaarigen Göttin zurückgelassen wurde.
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