KAPITEL 11 DUPE

1083 Worte
Ich dachte, ich hätte ein Händchen dafür, mich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Ein Waffenstillstand? Und ob ich da wirklich Ja gesagt hätte! Ich war durchaus enttäuscht, als er sagte, es sei nur körperliche Anziehung und nichts weiter. Nicht, dass ich gedacht hätte, er liebte mich oder so, aber es tat trotzdem weh. Ach, vergiss es, Al, du hast ja gar keine Zeit für dich selbst, geschweige denn für eine Beziehung. Es ist besser so. Ich hörte auf mein Gewissen. Na ja, es war sowieso nicht falsch. Ich musste auf niemanden warten, ich musste nicht all diese peinlichen Dinge tun, die Paare eben tun, und ich konnte s*x ohne Bindung haben. Es ist einfach s*x ohne Bindung. Ich war in meinem Büro und mein Magen knurrte. Es war schon acht! Ich hatte nach dem Mittagessen noch nichts gegessen, nur eine Tasse Kaffee. Ich war zu müde zum Kochen und noch viel müder, in der Öffentlichkeit zu sein. Also bin ich direkt nach Hause gefahren, habe Essen bestellt, geduscht und mich zum Essen hingesetzt. Ich wollte gerade einen Bissen nehmen, als jemand an meiner Tür klingelte. Wer ist jetzt hier der Wichser? Ich werde ihn umbringen, wer auch immer das ist. Warum zur Hölle ist die Welt gegen mich? „Du?“ Mein Ärger verwandelte sich schnell in Überraschung und dann in Freude. „Al Al Al, ich habe dich so sehr vermisst, Baby!“ „Ich habe dich auch vermisst, Addy. Komm jetzt bitte rein.“ Wir umarmten uns eine Weile und setzten uns auf die Couch. Addy sah mein Essen auf der Küchentheke liegen und sein Gesicht wurde weich vor Schuldgefühlen. „Ohh Alyy, es tut mir so leid. Ich hätte dich vorher anrufen sollen, aber ich wollte dich überraschen, also habe ich nicht daran gedacht. Es tut mir leid, dass ich dein Abendessen unterbrochen habe. „Ach komm schon, Addy. Warum bist du so förmlich? Dein Mann bringt dir doch ein paar Manieren bei, ha?“ Ich musste schmunzeln, als ich sah, wie er bei der Erwähnung seines Mannes rot wurde. „Übrigens, wo ist Henry? Warum seid ihr so ​​früh zurück?“ „Eigentlich ist er in seine Heimatstadt gefahren. Wir sind früher zurückgeflogen, weil sein Vater die Treppe heruntergefallen ist und sich die Hüfte gebrochen hat. Ich war zwei Tage dort und bestand darauf, lange bei ihm zu bleiben, aber Henry meinte, alles sei unter Kontrolle, also solle ich zurückkommen.“ „Oh. Hoffentlich geht es ihm gut.“ „Das tut er.“ Addy sagte mit seinem immergrünen strahlenden Lächeln. Mit diesem Lächeln kamen die Erinnerungen zurück. Als wir im ersten Jahr am College waren, war er ein Jahr jünger als ich, als ich ein Jahr später anfing und in einer Ecke der Bibliothek weinte, weil er von den anderen Studenten wegen seines Körpers und seiner sexuellen Orientierung gehänselt wurde. Ich konnte einfach keine Diskriminierung ertragen, geschweige denn Homophobie. Ich nahm seine Hand und schleifte ihn zum Fußballplatz, wo die Jungs, die es mit ihm getrieben hatten, mit ihren Huren auf dem Schoß saßen und in aller Öffentlichkeit rummachten. „Wenn auch nur einer von euch versucht, es noch einmal mit ihm zu versuchen, füttere ich euch eure Eier, und Mädels, ihr müsst euch die Haare in den hässlichsten Farben färben, und ich poste eure Videos in den sozialen Medien. Habe ich mich klar ausgedrückt?“ „Ja.“ Sie sagten alle gleichzeitig. Sie waren zwar dumm, aber nicht so idiotisch, mich herauszufordern, denn erst vor einer Woche hatte ich einem älteren Schüler die Nase gebrochen, der mich mit seinem miesesten Grinsen und seinen Tricks ins Bett kriegen wollte. Ich war ein kluger Schüler und immer Klassenbester, also wurde ich nur für einen Tag suspendiert. Na ja, der Junge war eine Woche im Krankenhaus, also hat es sich gelohnt. „D-Danke, Alina.“ Er konnte mir nicht in die Augen sehen. Ich dachte, ich hätte ihn verschreckt. „Alles in Ordnung? Wie heißt du?“ „Ich bin Adam Casser.“ „Also, Adam, wenn du ein Problem hast, sag mir einfach Bescheid, okay?“ „Danke.“ Er lächelte zurück. Ein süßes Lächeln. Obwohl er dünn war, sah er ziemlich gut aus. Er war genauso groß wie ich, hatte blonde Haare, tiefblaue Augen und leichte Sommersprossen unter den Augen. Am nächsten Tag kam Adam und setzte sich neben mich. „Warum bist du hier? Stört dich jemand?“ „Nein. Ich bin im selben Kurs wie du. Ich studiere BWL. Stört es dich, wenn ich mich hier hinsetze?“ „Aber sicher kannst du hier sitzen.“ Ich wusste gar nicht, dass er in meinem Kurs war. Na ja, ich habe sowieso nie wirklich auf meine Umgebung geachtet. Von diesem Tag an hielten wir wie ein Vogel zusammen. Niemand wagte es jemals, ihn so genau anzusehen. Und sie hassten mich sowieso, also war es mir scheißegal. Addy wischte mir eine Träne von der Wange. „Was ist passiert, Aly? Alles in Ordnung?“ Besorgt huschte über sein Gesicht und er nahm mein Gesicht in seine Handfläche. „Mir geht es sehr, sehr gut, meine Addy. Nur die Nostalgie ist schwer“, sagte ich kichernd. Addy umarmte mich. „Au. Du weißt, dass ich dich liebe, oder?“ „Na ja, das weiß ich.“ Ich lächelte. Addy küsste mich auf die Wange und sagte, ich solle zu Abend essen, bis er vom Supermarkt zurückkäme. Er sagte mir nicht, was er gerade brauchte, und meinte, es sei ein Geheimnis. Ich spülte gerade mein Geschirr ab, als er mit einer Tasche voller Snacks, Eis, Süßigkeiten und so weiter zurückkam. „Tada! Es ist Filmabend.“ Addy strahlte, während er die Tüten voller Überraschungen zeigte. „Juhuu!“ Wir saßen auf der Couch und sahen uns wie früher alle möglichen Filme an. Sein Lieblings-Romantikgenre, meines Horror, bei dem Addy die Hälfte der Zeit die Augen schloss. Wir kicherten bei lustigen Szenen, weinten bei traurigen, erschraken bei gruseligen und stopften uns voll. „Genau wie in alten Zeiten, nicht wahr, Aly?“ „Ja, Addy. Genau wie in alten Zeiten.“ Addy schläft bei unserem vierten Film ein. Ich brachte ihm eine Decke und merkte, dass es vier Uhr morgens war. Neulich war sowieso Wochenende. Ich nahm mir selbst am Wochenende selten frei, aber meine beste Freundin war hier, also warum nicht mal einen Tag frei nehmen? Ich ging ins Bett, aber mir kamen Gedanken an einen bestimmten Mann mit breiten Schultern und braunen Augen in den Sinn.
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