Dritter Teil-2

2783 Worte

»Ist Ihnen jemals in den Sinn gekommen«, sagte er, »daß die ganze Entwicklung der englischen Dichtkunst durch die Tatsache bestimmt wurde, daß es in der englischen Sprache nicht genug Reime gibt?« Nein, dieser besondere Gedanke war Winston nie gekommen. Auch kam er ihm, unter den gegebenen Umständen, nicht sehr wichtig oder interessant vor. »Wissen Sie, was für eine Tageszeit es ist?« fragte er. Ampleforth machte wieder ein erschrockenes Gesicht. »Ich habe noch kaum darüber nachgedacht. Man verhaftete mich – es kann zwei, vielleicht drei Tage her sein.« Seine Blicke huschten über die Wände, so als hoffe er halbwegs, irgendwo ein Fenster zu finden. »Hier an diesem Ort besteht kein Unterschied zwischen Tag und Nacht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Zeit berechnen könnte.« Ein

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