KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG Kyra ging durch die verwinkelten Straßen von Volis, der Schnee knirschte unter ihren Stiefeln und sie war wie in Trance von ihrer ersten Schlacht. Alles war so schnell passiert, so viel grausamer und intensiver als sie es sie je vorstellen konnte. Männer waren auf schreckliche und schmerzhafte Weise gestorben – gute Männer - die sie ihr ganzes Leben lang gekannt hatte. Väter, Brüder, Ehemänner lagen nun tot im Schnee, ihre Leichen aufgestapelt vor den Toren des Forts, da der Boden zu hart gefroren war, um sie zu beerdigen. Sie schloss die Augen und versuchte, die Bilder loszuwerden. Es war ein großer Sieg gewesen und doch hatte es sie demütig werden lassen. Sie hatte gesehen, was eine echte Schlacht war, wie verletzlich das Leben war. Es hatte ihr gezeigt, wie lei

