Meditation-2

2850 Worte

»Ich wollte doch, es bliebe ihm erspart. Gerade jetzt –« dies war so gut wie unhörbar, »wo ich erwarte. Wo er von mir einen Sohn erwartet.« Die Schwester verstand durch das bloße Atmen der Geliebten, oder sie entnahm die Bedeutung der Worte aus dem schwachen Tasten ihrer Hand auf ihrem Leib. Sie umarmte Gabriele, sie sagte ihr ins Ohr: »Wir sind eine Familie. Mit dir erwarte ich dein Kind.« Hiermit war ausgesprochen, was Gabriele im Sinn hatte, seitdem die Schwester ihres lieben Herrn bei ihr eingetreten war. Aufgenommen. Keine Fremde mehr. Fremd erschienen ihr dagegen die Berechnungen ihrer Tante de Sourdis. Sollte sie Königin werden, wahrhaftig Königin, dann kam es von Natur, durch ihren Leib, und weil die Schwester des Königs, die prüfend über ihn hinstrich, jetzt und künftig ihre eig

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