Anna und Simon setzten sich gegenüber an einen alten Steintisch, auf dem die Runen in einem schwachen, blauen Licht erstrahlten. Der Raum schien in der Stille zu pulsieren, als ob er auf das kommende Urteil wartete. „Was wirst du wählen, Anna?“, fragte Simon, seine Stimme war ruhig, doch in seinen Augen lag eine tiefe Sorge. „Ich … ich weiß es nicht“, antwortete sie zunächst leise. „Die Dunkelheit in mir ist so stark, aber so ist auch das Licht. Ich habe Angst, mich vollständig zu verlieren – doch ich habe auch Angst, niemals mein volles Potenzial zu erreichen.“ Simon nahm einen tiefen Atemzug. „Ich glaube, dass du die Antwort schon in dir trägst. Es geht nicht darum, die Dunkelheit zu vertreiben oder das Licht zu bewahren. Es geht darum, sie zu einem Ganzen zu vereinen. Deine Entscheid

