Die späte Dämmerung senkte sich sanft über das Reich, das sich nun vor Anna, Simon, Elias, Livia und den übrigen Schlüsselträgern ausbreitete. Es war ein Ort, der gleichermaßen von der Melancholie vergangener Zeiten und von der Hoffnung auf einen Neubeginn durchdrungen war. Die Landschaft schien in ein zartes Licht getaucht, das die Schatten der Vergangenheit milder erscheinen ließ – als ob das Licht selbst den Weg für neue Entscheidungen ebnete. Anna stand am Rand eines alten Stegpfades, der sich entlang eines kristallklaren Baches schlängelte. Ihre Augen, in denen noch immer der Kampf zwischen Licht und Dunkelheit flackerte, blickten auf das sanfte Wasser, das leise vor sich hin murmelte. Neben ihr stand Simon, der stets wie ein Fels in der Brandung wirkte, doch in seinen Augen lag auch

