Kapitel 46 Die Dunkelheit umhüllte mich wie ein undurchdringlicher Schleier, der sich schwer und kalt auf meiner Haut anfühlte. Ich konnte kaum atmen, als ob die Luft selbst in diesem Raum den Atem stocken ließ. Die Stille war ohrenbetäubend, eine Stille, die das dröhnende Pochen meines eigenen Herzens übertönte. Ich fühlte mich, als wäre ich in einem endlosen Tunnel gefangen, in dem kein Licht, keine Hoffnung existierte. Und dann, als ich dachte, ich könnte den Verstand verlieren, durchbrach eine leise, fast unmerkliche Stimme die Stille. Es war ein vertrauter Klang, doch gleichzeitig schien er von weit entfernt zu kommen. „Anna…“ Der Name schien aus den Tiefen meines Geistes zu kommen, hallte in meinen Ohren wider und ließ mein Blut in den Adern gefrieren. Simon. Ich wollte ihm antwo

