Kapitel vierunddreißig: Feuer

1342 Worte

Amelias Sicht Das Morgenlicht fiel in schmalen Streifen auf die Marmorarbeitsplatte, hell, aber kalt. Es wärmte den Raum nicht. Es entblößte ihn. Ich saß am Esstisch, vor mir ein unberührter Toast, die Gabel in der Luft schwebend, als hätte ich vergessen, wozu sie da war. Mein Vater scrollte mit angespanntem Blick und zusammengebissenen Zähnen auf seinem Tablet. Meine Stiefmutter rührte ihren Kaffee um, ohne ihn zu trinken; der Löffel kreiste leise und gleichmäßig über das Porzellan, was in der Stille zu laut klang. Tante Claire war irgendwo im Haus. Marylyn warf mir immer wieder Blicke zu. Nicht forsch. Nicht direkt. Nur kurze Blicke. Als wollte sie prüfen, ob ich gefasst genug war, um mit ihr zu sprechen. Jedes Geräusch der Stuhlbeine fühlte sich verstärkt an. Jeder Atemzug zu bewus

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