Ashtons Sicht Das Krankenhaus roch nach Desinfektionsmittel, Tod und Klagen. Man hatte gesagt, es würde renoviert. Ich hatte angenommen: Neuer Flügel. Neuanfang. Zumindest hatte das die Broschüre versprochen. Der Flur glänzte matt von Fußabdrücken, das Licht grell gegen die Wände, die gelernt hatten, Schall zu übertragen. Selbst Schritte fühlten sich hier permanent an – als ob niemand jemals die Chance bekäme, zu gehen. „Dr. Mahone?“ Ich drehte mich um. Die Krankenschwester stand in der Nähe der Kreuzung. Ihr Namensschild hing schief. Das Klemmbrett drückte sie eng an die Brust. Als sich unsere Blicke trafen, lächelte sie kurz und entschuldigend – so ein Lächeln, wie man es nur aufsetzt, wenn man sich seiner Situation bewusst ist. „Ja“, sagte ich. „Ähm – die Verwaltung hat mich

