KAPITEL EINUNDZWANZIG Gwendolyn eilte durch die Flure des Schlosses. Ihre Gedanken drehten sich nach der Begegnung mit ihrem Onkel im Kreis, und sie überlegte, was zu tun war. Sie war nicht mehr die gleiche Gwendolyn, die sie vor Andronicus Angriff gewesen war. Das Leben hatte sie gestählt, hatte ihr das Schlimmste in den Weg geworfen, was einer Frau zustoßen konnte, und sie fürchtete sich nicht mehr vor den Drohungen eines Mannes. Als sie Tirus gegenüberstand, hatte sie jedes Wort, das sie gesagt hatte auch so gemeint. Sie war bereit, bis zum Tod zu kämpfen. Sie war es leid vor Gefahren davonzulaufen, aus Angst vor Männern. Sie wollte ein Beispiel schaffen – und sie wusste, dass auch ihre Männer es wollten. Doch gleichzeitig fühlte sie sich schuldig: Sie war nicht nur die Herrscherin üb

