Zweites Kapitel.-3

1276 Worte

»Ich habe dich verstanden, Manasse! Die Pest wüthet in meinem Gebein, bald wird der bittre Tropfen des Todes mein Herz erreichen. Das ist das Gericht des Gottes meiner Väter, das mich trifft, weil ich gefrevelt gegen ihn, weil ich begehrt nach dem Manne aus dem Volke unsrer Feinde, nach dem Ungläubigen, nach dem Christen. Sprich, Manasse, wie lange habe ich noch zu leben, wann senkt sich das Schwerdt des Todesengels?« Manasse zuckte die Schultern. Dann murmelte er kaum verständlich in sich hinein: »Wer vermag den Gang des wilden Feuers zu berechnen? Da würde die Weisheit Salomonis selbst irren können, denn oft schwindet die Flamme zur langsam nagenden Gluth, oft schlägt sie, in einem Augenblicke ihr Wesen verändernd, tödtlich vernichtend empor.« »Manasse, ich ließ dir ein Kind übergeben

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