Viertes Kapitel.-2

2197 Worte

Indessen sollten die Ereignisse, welche auf dem jüdischen Begräbnißplatze stattgefunden, nur das Vorspiel einer schrecklichern, weit umfassendern Begebenheit seyn. Der Sturm der Volkswuth war losgebrochen, er schien keiner Steigerung mehr fähig zu seyn, als Godebrecht sich plötzlich auf einen Grabstein, der auf einer Erhöhung stand, schwang, mit aufmerksamer Gebehrde nach dem Dache des benachbarten Rathhauses, über welchem ein dünner, kaum bemerkbarer Rauch sich kräuselte, sah, durch ein gebieterisches Zeichen für den Augenblick allgemeine Stille bewirkte und in einem bewegten, heftigen Tone ausrief: »Was war das? Eben sah ich aus dem Hause Simeon’s, des gotteslästerlichen Juden, der einen guten Christen seiner Tochter lebendig in’s Grab beilegen wollte, einen feurigen Pfeil in den Speich

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