Die nächsten Tage verliefen in unangenehmer Stille. Kael verstärkte die Grenzen, verdoppelte die Nachtwache und verbot alle nicht genehmigten Jagden. Seine Wölfe gehorchten – aber die Spannung breitete sich wie eine unausgesprochene Wahrheit, die die Luft erstickte, im gesamten Gebiet aus. Etwas stimmte nicht. Ich spürte es, bevor ich es sah. Blicke, die mich länger beobachteten, als sie sollten. Gespräche, die endeten, wenn ich die Lichtung betrat. Leises Flüstern in den Ecken der Höhle, das zu schnell verstummte. Kael bemerkte es auch. Er ließ mich nie allein – nicht einmal, als ich hinter dem westlichen Bergrücken im Bach baden ging. Er blieb außer Sichtweite, immer in Reichweite, sein Geruch eine schwere Präsenz, die an meiner Haut haftete, selbst wenn er mich nicht berührte. Am

