Die Tür zum Wohnzimmer stand einen Spalt weit offen. Anna saß noch immer auf der Sofakante, das Herz im Hals, Jessys Atem und das Echo ihrer Lust vibrierte durch den Raum. Ihre Haut kribbelte, als läge ein unsichtbarer Strom in der Luft. Ihre Oberschenkel spannten sich unbewusst an, zwischen ihren Beinen pochte es heiß und schwer. Ihr Blick war noch immer wie festgetackert auf Jessys Körper geheftet, der Nachhall von deren Höhepunkt brannte wie ein Echo in ihrer eigenen Mitte. Im Flur bewegte sich ein Schatten – dann trat Mira ein, barfuß, in einer Pyjamahose und einem ausgewaschenen Bandshirt, die Haare wild, der Blick wach.
Sie blieb kurz stehen, lehnte sich entspannt an den Türrahmen. Ihr Blick wanderte über Jessys entblößten Körper, blieb kurz an Annas hochrotem Gesicht hängen. Ein spitzbübisches Lächeln umspielte ihre Lippen. „Also das ist mal eine Art, den Abend ausklingen zu lassen.“
Jessy grinste breit, zog ihre Knie an die Brust, machte aber keinerlei Anstalten, sich zu bedecken. Ihr Körper war noch immer leicht erhitzt, ihre Haut glänzte im bläulichen Licht, und ein leises Nachzittern in ihren Oberschenkeln verriet, wie nah der Orgasmus noch war. Ihre Brust hob und senkte sich langsam, zufrieden, aber mit wachem Blick – als hätte ihr Körper noch nicht ganz losgelassen.
Anna zog schnell ihre Hand von der Brust, ihre Fingerspitzen kribbelten, als hätte sich dort ein Strom entladen. Sie versuchte, sich irgendwie zu sammeln – aber ihr ganzer Körper pochte, nicht nur vor Erregung, sondern auch vor Unsicherheit und der fast schmerzhaften Spannung, die sie noch immer im Unterleib spürte. Die Hitze stieg ihr bis in den Nacken, aber auch in die Schenkel, wo sich Feuchtigkeit sammelte, schwer und fordernd. Ihre Haut fühlte sich empfindlich an, jedes Haar wie elektrisch aufgeladen, als würde Jessys bloßer Anblick sie aus der Ferne berühren.
Mira ließ ihren Blick über beide wandern, dann stellte sie scheinbar beleidigt fest: „Und keiner kommt auf die Idee, mich zu wecken? Echt jetzt? Jessy, ich dachte, wir hätten da eine… Abmachung.“ Dabei war da ein leichtes Ziehen in ihrem Unterleib, ein warmes Kribbeln, das sich mit jeder Sekunde verstärkte. Ihre Brustwarzen rieben sanft gegen den Stoff des Shirts, und sie spürte ein vertrautes, drängendes Pulsieren zwischen den Beinen. Ihr Tonfall war spielerisch, mit einem Hauch von Schmollen, der eindeutig nicht ganz ernst gemeint war – doch ihr Körper war längst hellwach, bereit, sich der Atmosphäre im Raum hinzugeben.
Jessy lachte leise, streckte sich nach hinten. „Sorry, Mira. Ich dachte, du schläfst schon. Außerdem… schien Anna heute irgendwie… überraschend neugierig.“ Ihr Blick glitt zu Anna, ein Schmunzeln in den Augen.
Mira setzte sich in den Sessel, überschlug die Beine. Der Stoff ihrer Hose spannte sich über ihre Schenkel, und sie spürte die Wärme ihrer eigenen Erregung in sich pochen. Ihre Haut war empfindlich, als würde jeder Blick, jedes Geräusch sie direkter erreichen als sonst. „Ich schlaf selten so tief, dass ich nicht wach werde, wenn’s interessant wird. Aber anscheinend muss ich demnächst öfters ins Wohnzimmer kommen.“ Ihr Blick war gleichzeitig spöttisch und offen, aber tief in ihren Pupillen lag etwas Dunkleres, ein Glimmen, das fast schon flackerte. Sie zwinkerte Anna zu. „Oder willst du lieber alleine zusehen?“ Während sie sprach, kreuzte sie langsam die Beine und spürte, wie die Bewegung den Druck zwischen ihren Schenkeln verstärkte – eine angenehme Spannung, die sie nicht ignorierte.
Anna wollte etwas sagen, brachte aber nur ein leises „Ich… ähm…“ hervor, das irgendwo zwischen Entschuldigung und Rechtfertigung steckenblieb.
Mira lachte wieder, diesmal offen und warm. „Das war ein Scherz. Keine Sorge. Ich kenn Jessys Vorlieben, sagen wir… ziemlich gut. Wir haben das Sofa schon öfters gemeinsam benutzt.“ Ihr Blick war offen, aber nicht fordernd, eher ein Angebot als ein Befehl. Dann blickte sie wieder zu Jessy, „Ich hätte jedenfalls nichts dagegen gehabt, mitzumachen. Oder zuzusehen. Oder beides.“ Sie legte eine Hand demonstrativ auf ihren eigenen Oberschenkel, lies die Finder bis in ihren Schritt streichen und seufzte gespielt theatralisch. „Jetzt bin ich geil – und muss es mir wohl selbst machen. Vielen Dank auch, Jessy.“
Jessy zuckte mit den Schultern, sichtlich amüsiert. „Du bist alt genug, mach einfach, wenn du willst. Aber heute war es bei mir sehr… spontan.“ Dann, leiser zu Anna: „Und ehrlich – ich hatte schon eine Zuschauerin.“
Zwischen den dreien entstand ein stilles Knistern, das alles sagte, ohne Worte. Anna spürte, wie sie in der neuen Konstellation schwankte zwischen Scham, Neugier und dem wilden Stolz, Teil eines Geheimnisses zu sein, das nicht verurteilt, sondern gefeiert wurde.
Mira beobachtete Anna einen Moment, dann lächelte sie. „Im Ernst, Anna – das muss dir nicht peinlich sein.“ Sie ließ den Satz offen, und ihre Finger spielten fast nachdenklich mit dem Bund ihrer Hose. „Ich hätte jedenfalls Lust, das nächste Mal geweckt zu werden – oder mitzumachen.“
Jessy schob ein Sofakissen zurecht, grinste. „Redest du nur oder fängst du auch irgendwann an?“
Mira erwiderte Jessys Blick, erst grinsend, dann überraschend ernst. Sie ließ ihre Hand auf dem Bund ihrer Hose verweilen, als spiele sie mit dem Gedanken, sie einfach herunterzuziehen. Ihr Blick wanderte langsam zwischen Jessy und Anna hin und her, abschätzend, offen, ein wenig herausfordernd.
„Na schön“, sagte sie leise, ihre Stimme klang plötzlich tiefer, „wenn ich schon geweckt werde, dann will ich auch auf meine Kosten kommen.“
Langsam öffnete sie den Knoten ihrer Pyjamahose, zog das Band ein Stück heraus, ließ ihre Finger über den Stoff gleiten. Ihr Atem wurde hörbar, das Licht des Fernsehers spiegelte sich in ihren Augen.
Für einen Moment schien die Zeit stehen zu bleiben – Jessy beobachtete sie, den Kopf leicht schief, ein Lächeln auf den Lippen, während Anna wie gebannt zwischen den beiden saß, unfähig, sich zu bewegen oder wegzusehen. Miras Hand glitt sachte in den Hosenbund, hielt dort inne, als wolle sie erst abwarten, ob jemand sie zurückhielt. Niemand tat es.
Mira lehnte sich zurück, ließ den Blick offen über Anna und Jessy gleiten. „Also? macht ihr mit, oder schaut ihr nur?“
Sie zog ihre Hose ein Stück tiefer, die Hand nun deutlich unter dem Stoff, und schloss genussvoll die Augen.