Der Bergwind heulte durch die Ritzen der Hütte, eine eindringliche Symphonie von Wintergeistern. Anna stand mit verschränkten Armen am Fenster und beobachtete den Wald, der im Sturm schwankte. Das Glas war kalt an ihren Fingerspitzen, aber es war nicht vergleichbar mit der Kälte, die sie drinnen spürte. Hinter ihr bewegte sich Alexander wie ein eingesperrtes Tier – leise, aber gefährlich. Er hatte nicht viel gesprochen, seit sie von der Pattsituation mit Dorian zurückgekehrt waren. Der Schnitt an seinem Kiefer war verheilt, aber die Anspannung in seinen Schultern nicht. „Du schläfst nicht“, sagte sie, ohne sich umzudrehen. »Und du?«, erwiderte er tonlos. Schweigen. Dann, einen Moment später: »Ich bin nicht zum Schlafen geschaffen. Nicht mehr.« Anna drehte sich langsam um und begegnete

