In dieser ernsten Stunde machte die schöne Lisa sorgfältig und mit ruhiger Hand ihren Kopfputz zurecht. Sie war jetzt fest entschlossen, kannte kein Zögern mehr, ein Ausdruck großer Strenge lag in ihren Blicken. Während sie ihr schwarzes Seidenkleid zunestelte, den Stoff mit der Vollkraft ihrer starken Handknöchel anspannend, erinnerte sie sich der Worte des Abbé Roustan. Sie ging mit sich selbst zu Rate, und ihr Gewissen sagte ihr, daß sie im Begriffe stehe, eine Pflicht zu erfüllen. Als sie ihren Schal um ihre Schultern legte, hatte sie das Gefühl, daß sie eine Handlung von hoher Rechtschaffenheit vollziehe. Sie legte dunkle Handschuhe an und befestigte an ihrem Hute einen dichten Schleier. Ehe sie ging, verschloß sie ihren Schreibtisch sorgfältig und mit hoffnungsvoller Miene, als wolle

