Das Geräusch von Schritten hallte durch das dunkle Haus. Aria lag auf dem kalten Boden, immer noch von Maras unsichtbaren Ketten gefesselt. Ihr Körper schmerzte von dem magischen Angriff der Hexe, doch ihr Herz tat noch mehr weh. Elena lebte – und sie hasste sie. „Steh auf.“ Arias Kopf schnappte hoch. Elena stand im Türrahmen, doch etwas hatte sich verändert. Ihr blondes Haar war nun länger und reichte wie gesponnenes Gold bis zur Taille. Ihre blauen Augen brannten vor Zorn statt vor Tränen. Sie wirkte älter, stärker, gefährlich. „Ich sagte: steh auf!“ Elenas Stimme knackte wie eine Peitsche. Die magischen Fesseln um Aria verschwanden plötzlich. Sie kämpfte sich auf die Füße, die Beine zitterten. „Elena, bitte hör mir zu—“ „Wage es ja nicht, meinen Namen zu sagen!“ Elena trat in den R

