Schwester der Schatten

1118 Worte

Das Erste, was Aria spürte, war kalter Stein unter ihrer Haut. Ihre Glieder waren schwer, ihr Geist benebelt, als hätte sie tagelang—oder gar Jahrhunderte—geschlafen. Ihre Handgelenke waren in glühendes Eisen gesperrt, mit Runen graviert, die bei jeder Bewegung gegen ihre Haut brannten. Magie. Uralt und bösartig. Sie zwang ihre Augen auf. Die Kammer um sie herum war düster und pulsierte in einem purpurnen Schimmer. Die Luft roch nach Verfall und Rosen, und die Wände selbst schienen Schatten zu bluten. Auf der gegenüberliegenden Seite, gefesselt an einen geschwärzten Altar aus Obsidian, lag Elena. „Elena…“ Aria’s Stimme brach, roh vor Durst und Verzweiflung. Elena öffnete die Augen. Doch sie waren nicht dieselben. Das warme honiggoldene Leuchten, an das Aria sich erinnerte, war verschwu

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