Der Morgen der Vertragsvergabe brach klar und kalt an. New York hatte sich von dem Sturm erholt; die Sonne spiegelte sich in den Pfützen auf den Gehwegen, und die Luft roch frisch, fast wie nach einem Neuanfang. Um zehn Uhr würde im Grand Ballroom die offizielle Bekanntgabe erfolgen. Doch schon Stunden zuvor war Alexander hellwach. Er hatte die Nacht kaum geschlafen. Elenas Worte von gestern Abend – „Ich habe deinen Brief gelesen. Er war… ehrlich.“ – hallten in seinem Kopf wider. Keine Vergebung, kein Versprechen, aber auch kein endgültiger Abschied. Es war ein Türspalt, schmal, aber offen. Gegen sieben Uhr klingelte sein Phone. Eine Nachricht von Elenas Assistentin: „Ms. Hart muss früher abreisen. Dringender familiärer Notfall in Kalifornien. Sie bittet um Diskretion.“ Alexander las di

