XV.Der Leser möge sich selbst die Gefühle ausmalen, welche Anna beim Lesen dieses Briefes bestürmten. Zum ersten Male erhielt sie volle Gewißheit darüber, daß ihr Vater nicht durch ungerechten Argwohn in den Tod gejagt worden, sondern durch eigene Schuld zu Grunde gegangen, daß er vor seinen Kindern eine Maske getragen und mit ungeheurer Selbstbeherrschung die Hölle im Innern verborgen. War diese Gewißheit niederdrückend für ein Kind, das den Vater zärtlich geliebt, so war sie doch auch ein unbezahlbarer Trost für das Herz, das von Ahnungen gequält, mit sich selber darüber gekämpft ob es den Vater eines Verbrechens beschuldigen müsse, welches die Seele mit Grauen erfüllte. Von diesem Verdachte reinigte er sich durch den Brief, und was Trübes von dessen Inhalt haften blieb, erhielt doch e
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