Zum ersten Mal verspürte sie keinen Drang zu fliehen. Merrick atmete leise neben ihr aus, und Lyon griff erneut nach ihrer Hand — diesmal führte er sie nicht, sondern hielt sie einfach nur. Sie standen eine lange Weile so da — vier Gestalten unter einem aufsteigenden Mond, die Ruinen atmeten leise um sie herum, das Band zwischen ihnen spannte sich wie ein Faden aus Licht, der langsam stärker wurde und sich still fügte. Der Mond war schon höher gestiegen, als sie neben den Ruinen ihr Lager aufschlugen — keine Zelte, keine Wände, nur das sanfte Pulsieren uralter Magie, die wie ein Herzschlag durch die Erde floss. Nach ihrer Ankunft hatten sie nicht viel gesprochen. Merrick hatte ein kleines Feuer im Schatten des Torbogens entzündet, dessen Flammen ein blassgoldenes Licht über die Steine

