Elena Es dauert mehrere Minuten, bis das Zittern nachlässt. Eine tiefe Kälte, die nichts mit der Klimaanlage zu tun hat, ersetzt die sengende Hitze seines Körpers auf meinem. Ich gleite vom Schreibtisch, meine Beine versagen mir sofort, meine Hände müssen sich am glatten Holz festklammern, um nicht auf dem Boden zusammenzusinken. Mein Spiegelbild in der getönten Fensterscheibe erfüllt mich mit Abscheu. Zerzauste Haare, geschwollene und gerötete Lippen, die Bluse weit geöffnet, sodass man die von roten Male marmorierte Haut an den Stellen sehen kann, wo seine Finger, seine Zähne gewütet haben. Ich sehe genau das aus, was ich bin: eine Frau, die sich soeben an ihrem eigenen Arbeitsplatz wild hat nehmen lassen. Sperma. Das Wort hallt in meinem Schädel wider, roh und erniedrigend. Ich spüre

