41.Kapitel

293 Worte
Ich verliess den Heilerbau rückwärts und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Kupferkralle sah mir erwartungsvoll entgegen. „Und? Wer ist das?" Ich zwang mich stehen zu bleiben und sah ihn an. „Ich bin eine Weile draussen, halt bitte die Stellung." Kaum hatte ich das Lager hinter mir gelassen, rannte ich los. Als ich den Fluss erreichte, setze ich mich keuchend ans Ufer. Nach einer Weile raschelte es im Gebüsch. Ich wirbelte kampfbereit herum, aber es war kein Fuchs sondern Flammenherz. „Geht es dir gut?" Ich setzte mich. //Entweder lüge ich ihn wieder an oder bin ehrlich.// „Also?" Flammenherz setzte sich dicht neben mich. „Was an diesem Kater hat dich so durcheinander gebracht?" Ich zögerte. „Ich kenne ihn schon sehr lange. Ich bin in einem Clan aufgewachsen, in dem er Anführer war." Ich begegnete seinem ruhigen Blick. „Erzähl ruhig weiter. Ich höre dir zu, bis du fertig bist." „Ich habe ihn angehimmelt, aber das war nichts spezielles, schliesslich war er ein junger gutaussehender Anführer." //Soll ich Rabenstern erwähnen?// „Ein Sturm zerstörte das Lager und tötete alle Katzen des Clans." Leise fügte ich hinzu: „Ich war nicht im Lager, als die Bäume alle unter sich begruben. Ich lag unter einigen Büschen und bekam Junge."  Flammenherz' Augen ruhten weiter auf mir. „Erzähl weiter." „Der Kater, von dem die Jungen waren war Abendstern." Ich bemerkte erst dass ich zitterte, als Flammenherz seinen Schweif sanft um mich legte. „Was ist dann passiert?" Ich bin zurück zum Lager und habe meine ganzen Clangefährten tot vorgefunden. Mein Schüler ist mit mir und meinem Jungen geflohen, um ein neues Leben zu beginnen." Flammenherz sah mich weiter ruhig an. „Was ist aus deinem Jungen geworden?" „Er ist gestorben."
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