Kapitel 14 6 Jahre und 9 Monate früher, Moskau »Wie geht es dir?«, fragt Lyudmila leise und setzt sich auf meine Bettkante. »Kann ich dir etwas bringen?« »Schmerzmittel«, murmele ich und drücke meine Augen gegen den stechenden Schmerz hinter meinen Augenlidern zusammen. »Mehr Schmerzmittel, bitte.« Alles tut weh. Mein gebrochenes Handgelenk, mein aufgeschlitzter Unterarm, der mit zwanzig Stichen genäht werden musste, meine geprellten Rippen, mein Bauch, und vor allem mein Kopf. Das sind die Folgen einer Gehirnerschütterung, haben mir die Ärzte gesagt. Ich muss mir den Kopf bei dem Autounfall angeschlagen haben, bei dem ich letzte Woche verletzt und meine Mutter getötet wurde. Sie wissen natürlich nichts. Es gab keinen Autounfall. Meine Verletzungen stammen von dem Kampf mit meinem Vat

