Elara würde leben. Sie würde *leben*. Und das hätte alles wettmachen sollen. Hätte den Käfig erträglich machen, den Vertrag rechtfertigen, das Opfer edel erscheinen lassen sollen. Doch Lysandra spürte nur die erdrückende Last: *Was habe ich dafür eingetauscht? Und bekomme ich das jemals zurück?* „Das ist unglaublich, El.“ Sie setzte sich auf die Bettkante und nahm die Hand ihrer Schwester – so viel stärker jetzt, nicht mehr so zerbrechlich wie vor zwei Monaten. „Ich freue mich so für dich.“ „Für uns“, korrigierte Elara. „Du hast das geschafft, Lys. Du hast mein Leben gerettet.“ *Indem du meins verkauft hast.* Aber das sagte sie nicht. Sie drückte nur Elaras Hand und versuchte zu lächeln, als wäre alles ganz einfach. Als hätte die Erlösung nicht einen Preis von einer Million Dollar

